Es gibt immer etwas Neues zu lernen

Ich habe ursprünglich Grafik-Design studiert mit den Schwerpunkten Fotografie und Video/Neue Medien und 1992 mein Diplom im Fach Fotografie gemacht. Auch wenn ich danach noch einige Jahre im Bereich des "klassischen" Grafik-Design für Print und Packaging arbeitete, haben mich die Themen 3D-Computergrafik, digitale Bild- und Videobearbeitung und auch Programmierung schon immer fasziniert. Schon kurz nach Ende des Studiums habe ich auch erste Schritte in der Programmiersprache TurboPascal gemacht.

Als ich dann zum ersten Mal bei einem Bekannten eine interaktive Website in einem Browser sah, war mir klar: das will ich unbedingt auch können. In Deutschland stand das world wide web gerade erst in den Startlöchern, und die Bandbreiten mit meinem ersten 28k Modem bewegten sich um "rasante" bis zu 1,5 Kilobyte pro Sekunde. Damals Wahnsinn ;-)

Aus diesen Anfängen geblieben ist aber das grundlegende Verständnis, dass man auch heutzutage immer auf den Resourcenverbrauch einer Anwendung achten sollte. Denn nicht zuletzt Google Pagespeed holt einen trotz möglichen komfortablen 50-200 MBit Interentanschlüssen wieder unsanft auf den Boden der Tatsachen zurück, weil die mobilen Endgeräte auch je nach Empfangsstandort nur eingeschränkte Bandbreiten zur Verfügung haben. Und das gerade in kommunikationstechnologischen Entwicklungsländern wie Deutschland...

Letztendlich honoriert der Endnutzer einen möglichst schnellen Seitenaufbau unterbewußt immer. Auch wenn schnell aus seiner Sicht eigentlich nie schnelll genug ist.

Mitte der 90er Jahre fing ich an, erste Webprojekte zusammen mit Freunden zu erproben, die eher aus dem Hardwarebereich in Richtung Internettechnologie vorgestoßen waren. Ab 1998 war ich Teilhaber einer kleinen Internetagentur (Webentwicklung, Programmierung und Hosting im eigenen Rechenzentrum) und habe neben dem Design von Kundenwebsites auch angefangen, selbst das Programmieren von SQL, HTML und Javascript zu erlernen. Damals auf Basis Microsoft IIS, MS SQL und VBScript. Hieraus entwickelte ich auch Anfang der 2000er unser erstes hauseigenes Web Content Management System nextshop, welches in modernisierter Form bis heute in zahlreichen Kundenprojekten im Einsatz ist.

Grundsätzlich, wie auch im Bereich 3D-Computergrafik, wollte ich interessante Dinge immer schon auch selbst erlernen, um so unabhängig eigene Ideen umsetzen zu können. Die klassische Aufgabe eines UX-Designers alleine fand ich noch nie so richtig spannnend. Über das reine "Pixelschubsen" hinaus finde ich es viel interessanter, ein Design von vornherein so zu entwickeln, dass es sich am Ende auch möglichst problemlos technisch umsetzen lässt.

Das ist nämlich oft ein Problem, wenn "reine Grafiker" zwar einen ausgefallenen Designentwurf präsentieren, aber keine Idee davon haben, wie sich das Layout z.B. auf beliebigen mobilen Endgeräten nahtlos schrumpfen lässt. Ganz abgesehen von Megabytes an riesigen Bilddateien, die in machen Websites sorglos und zudem in der Dateigröße technisch unnötig geladen werden (Stichwort: optimierte Bildkompression). Ich entwickle eine UX eher immer von der technischen Seite her. Im Gegensatz zum "reinen Programmierer", weiß ich aber auch, wieviel Gestaltung sich noch technisch vertretbar ins Seitenlayout einbringen lässt, ohne den Aufwand unkontrolliert ausufern zu lassen.

Denn Fakt ist, dass auch die tollste Idee immer nur innerhalb des Projektrahmens umgesetzt werden kann. Da ich aus quasi beiden Welten das nötige Know-how mitbringe, kann ich auch Designentwürfe dahingehen modifizieren, dass sie besser technisch umsetzbar werden. Am Ende des Tages sind Geschwindigkeit und Resourcenschonung für die Nutzererfahrung wichtiger, als ausgefallene Design-Gags, die sich spätestens beim dritten Seitenaufruf totgelaufen haben und anfangen zu nerven. Das gilt insbesondere auch für mobile Endgeräte mit kleinen Displays. Also lieber direkt ohne Spielereien zur gewünschten Botschaft/Aktion. Da darf dann auf einem Button im Zweifelsfall auch mal "klick mich" stehen ;-)

Mittlerweile bin ich schwerpunktmäßig in der Programmierung tätig. Neben der Entwicklung von CMS Lösungen finde ich zunehmend die Vernetzung von Hardware (IOT) und Visualisierung von Daten interessant. Das öffnet ein Feld von Anwendungen, die auch im "echten" Leben einen allgemeinen Nutzen bringen können.

Inspiration

Das world wide web ist so viel mehr als eine social media Jauchegrube, die von einigen großen Plattformen dominiert wird. Das scheinen viele Menschen vergessen zu haben - oder haben es nie anders kennengelernt. Noch nie in unserer Kulturgeschichte hatten theoretisch so viele Menschen freien Zugang zu Information und Bildung. Freier Meinungsaustausch und journalistisch seriös fundierte Information sind die Grundlage für die Entwicklung hin zu einer globalen, demokratischen und offenen Gesellschaft, in der Hetze, Rassismus, Diskriminierung, Krieg und Ausbeutung keinen Nährboden mehr finden. Eigentlich wäre es so einfach. Aber die Dummheit und rückwärtsgewandte Engstirnigkeit einiger weniger Gruppen dominiert den gesellschaftlichen Diskurs unverhältnismäßig und blockiert die Lösung globaler Probleme. Bleibt die Hoffnung, dass für die heute junge Generation, Nationalismus und Konservativismus endgültig Fremdwörter werden. Denn ein Blick aus dem All auf unseren kleinen Planeten zeigt, dass wir alle im selben Boot sitzen.

Wissen für alle - statt Katzenvideos ;-)

https://urknall-weltall-leben.de/videos.html

https://www.youtube.com/c/AppliedScience/videos

https://www.rigb.org/explore-science/

https://www.youtube.com/user/DeutschesMuseum/videos

https://www.funk.net/channel/kurzgesagt-11090

https://scilogs.spektrum.de/hyperraumtv/

und unzählige weitere frei zugängliche seriöse Quellen von Universitäten und Forschungsgesellschaften.

Das Wissen liegt auf der Straße - man muss es nur aufsammeln...